I´m a freak, i´m a weirdo

I´m a freak, i´m a weirdo

Gefühlt eine Ewigkeit ist es her, dass ich mich „normal“ gefühlt habe. Angefangen hat alles das es um eine „neue Art der Grippe“ ging und was daraus geworden ist, wissen wir ja. Mein Leben ist dadurch komplett aus den Fugen geraten, mehr als es mir lieb ist. Dazu muss man allerdings wissen, dass ich noch nie ein „einfacher Mensch“ war und auch vor jetzt fast 10 Jahren in psychologischer Behandlung war.

Aktuell bin ich wieder kurz vor diesem Punkt und mir ist alles zu viel. Viel zu viel. Seit damals hat sich einiges geändert, ich bin Vater von 3 Kids, war 4 Jahre selbstständig (ja war) und hab mich immer mit Unwegsamkeiten arrangiert bzw. mir für gewisse Situationen Regeln erstellt. Für mich war das eine Art Schutz um nicht mehr in diese Abgründe zu geraten in denen ich mich vor 10 Jahren befunden haben. Es war schlimm und das wollte ich nie mehr bekommen, aber aktuell sitze ich in einem Führerlosen Auto, dass mich genau wieder in diese Situation zu führen schient.

Kopfüber in die Nacht

Ich kann aktuell nicht ins Lenkrad greifen und selbst die Führung übernehmen, es fühlt sich an als ob ich ferngesteuert werde. Ich muss mich nicht nur um mich kümmern, sondern auch um meine Frau und meine Kinder. Das hat in den letzten 5-6 Monaten fast meine ganze Kraft genommen und andere Dinge blieben dafür auf der Strecke, was mich zusätzlich noch einmal hindert „normal“ weiterzumachen. Mein erster Rettungsanker war, dass ich aus meiner 100%igen Selbstständigkeit raus bin und in eine Teilzeitstelle geflüchtet bin, um weiterhin Geld zu verdienen. Ich wollte keine staatliche Hilfe, ich wollte es selbst schaffen, so wie ich es schon immer selbst geschafft habe. Leider habe ich in diesem Punkt versagt, egal wie schön ich es mir und anderen geredet habe. Ich habe einfach einen Teil von mir aufgegeben. Ebenso habe ich nach wieder angefangen zu rauchen. 3 Monate bevor es so richtig rund ging hatte ich es geschafft von den Kippen wegzukommen und als die Probleme zu viel wurden, habe ich wieder damit angefangen in alte Muster zu verfallen. Wie dumm kann man eigentlich sein?

Zu Beginn habe ich das noch alles weggelacht und gute Miene zum bösen Spiel gemacht und noch eine Schippe draufgelegt, um ja nicht zu scheitern, doch langsam sind die Kohlen alle verpufft und ich treibe nur noch von einer Baustelle zur anderen, der Druck ist vom Kessel. Ich funktioniere nur noch, reagiere aber agiere nicht mehr. Der Weg in die Depression kann auch mit schönen Tapeten geschmückt sein, wenn man sich das einredet, aber am Ende ist man genau dort: am Ende. Da ich kein Münchhausen bin, der sich selbst aus dem Dreck ziehen kann ist es ein harter Kampf gegen die eigenen Dämonen, um nicht in der kompletten Dunkelheit zu verschwinden. Die größte Herausforderung dabei ist sich nicht selbst aufzugeben, weil man ja gerade kürzlich mehrfach versagt hat und alles keinen Sinn mehr macht. Weglaufen? Suizid? Alles keine Optionen, da ich mich meiner Familie verpflichtet fühle und jeden Schaden von Ihnen fernhalten will.

Ich habe den Weg eingeschlagen mich einfach nicht mehr bei bestimmten Personen zu melden, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Ist auch eine Möglichkeit, aber eine schlechte. Die Probleme gehen davon auch nicht weg und man verliert die Person, so hab ich damals meinen kompletten Freundeskreis verloren und bis heute auch nicht wieder aufgebaut bekommen und dabei rede ich von Menschen, die mich schon Jahre kannten oder gar mit mir verwandt sind. (Seit einem Streit mit meinem Bruder rede ich z.B. seit nun fast 9 Jahren nicht mehr mit ihm) – soziale Kontakte = 0 und diese „Internetbekanntschaften“ sind stellenweise zu oberflächlich um sich mal so richtig bei 1-alle Bier auszukotzen.

Jedes Versagen bietet eine neue Chance

So oder so ähnlich hört man es immer wieder, aber gilt das auch in der aktuellen Situation in der ich noch nicht einmal weiß, ob ich kommende Woche noch vor die Tür kann, ob meine Kids in die Schule / Kindergarten können. Wenn die Kinder daheim sind, wie mache ich das mit dem Homeschooling, schaffe ich es dann noch rechtzeitig meine Arbeit abzuliefern? Versteht es mein Chef? Was wird aus dem Projekt xyz? So viele unbekannte Variablen, so viele Varianten von „What if…“ ich kann es nicht planen, ich kann nur reagieren und weiter gegen meine Dämonen kämpfen. Energie sammeln, um das Steuer herumzureißen um nicht am dunklen Ende des Tunnels gegen eine Wand zu rasen. Das alles schlägt aufs Gemüt und so gibt es Tage, an denen ich nicht einmal richtig mit meiner Familie spreche, weil die Energie fehlt. Ich funktioniere dann. Chancen oder Ideen für einen Ausweg suche ich, aber meist fehlt mir dann auch die Kraft dafür, wenn ich dann einmal Zeit habe.

Zurück ins Licht

Ich möchte wieder zurück ins Licht, zurück in eine Welt in der ich mich wohlfühle. Der Weg ist hart und es wird noch einige Tage dauern bis ich wieder voll da bin, die ersten Schritte sind gemacht und in der Ferne, kann ich wohl auch schon einen Lichtpunkt sehen. Wie auch immer ich sag mal „es läuft“ wenn auch mit Babyschritten aber das ist doch auch einmal ein vorankommen. Man soll ja schließlich nicht alles schlechtreden, es könnte immer noch schlimmer sein.

Sicherlich werden sich einige Fragen warum ich das hier öffentlich mache. Zum einen gibt es immer mal wieder die Frage warum ich gerade „so“ bin, andere halten mich ev. echt für einen Freak und denken ich habe einen an der Waffel (ja, hab ich) zum anderen gibt es ev. Menschen denen es aktuell ebenso geht. Sie sollen sehen, dass sie nicht alleine damit sind und nicht der Sonderling der sich was einbildet. Wir sind alle Menschen, die einen können mit den verschiedenen Situationen besser umgehen und die anderen nehmen sich die Dinge dann doch etwas mehr zu Herzen als gut ist (eben so einer bin ich) und schlagen so den dunklen Pfad ein ohne zu wissen, warum und was gerade passiert. Es ist gerade echt viel was man verarbeiten muss und verschiedene Pläne bereit haben muss. In den Tag leben und schauen was morgen passiert funktioniert (für mich) in der aktuellen Situation so gar nicht. Zudem ist „schreiben“ mein Ventil um mal ein paar Gedanken loszuwerden – nicht nur hier, sondern auch klassisch in einem Notizbuch, das stellenweise aussieht wie das Mannifest eines satanischen Psychokillers.

Ich wünsche mir, dass ich bald aus diesem führerlosen Wagen rauskomme oder gar selbst das Steuer zu übernehmen, um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ich wünsche es mir nicht nur für mich, sondern auch meine Frau und meine Kids, damit sie schon bald wieder etwas mit mir anfangen können, denn so wie ich momentan bin, glaube ich eher eine Belastung zu sein als eine Hilfe.

300.000 Laptops und Tablets für Schüler … ab in die Tonne damit

300.000 Laptops und Tablets für Schüler … ab in die Tonne damit

Das Land Baden-Württemberg möchte 300 000 Laptops und Tablets für seine Schüler anschaffen. Diese sollen dann lt. Kultusministerin Susanne Eisenmann an die Schüler verliehen werden.

Insgesamt stehen für den Kauf der Geräte, Zubehör und Lehrerfortbildung 130 Millionen Euro zur Verfügung. 65 Millionen Euro kommen davon vom Bund und noch einmal die gleiche Summe vom Land.

So klingt die Nachricht, die heute durch das Netz ging. Wenn wir das einmal durchrechnen sind das nicht einmal 450 Euro pro Gerät. Dann sind allerdings noch keine Lehrer geschult, Zubehör bestellt oder die Infrastruktur bereitgestellt. Man kann also davon ausgehen, dass ein Tablet bzw. ein Laptop nicht mehr als 300 Euro kosten darf um einen Teil der Nebenkosten zu finanzieren.

Weiter ist es mit der Schulung bzw. dem Übergeben der Laptops an die Schüler noch lange nicht getan. Diese müssen ja zunächst einmal eingerichtet werden. Und das kann nicht zwingen der Hersteller machen, der sich über so einen großen Auftrag freuen dürfte, denn jede Schule hat seine eigenen Unterrichtsmaterialien, Netzwerkeinstellungen oder gar Anwendungen. Das behalten wir einmal im Hinterkopf und schauen uns die Infrastruktur in den Schulen an. Steckdosen um die Geräte mit Strom zu versorgen, 3-4 pro Klassenzimmer, Internetzugriff per WLAN in den Klassenzimmern? Eher nein, das kann man aber relativ schnell realisieren. Zentrale Speichermöglichkeiten auf einem Zentralen Server … brauch man ja dank „Cloud“ nicht, notfalls stellt man was beim Hausmeister ins Kabuff und gut ist.

Okay, mal angenommen die Infrastruktur IN der Schule ist vorhanden, wer kümmert sich um die Rechner? Wer administriert diese? Also als Daily Business, nicht gesammelt 1x im Monat alle defekten Rechner, denn nichts ist schlimmer als, wenn ein Kind mal nicht mitmachen kann, weil sein Rechner gerade nicht funktioniert. Mal angenommen das würde alles 1A funktionieren und die Schule hätte einen festangestellten Admin.

Was passiert, wenn der Rechner mittags bei den Hausaufgaben abraucht? Wer hilft den Eltern das Gerät ordentlich ins Netzwerk zu hängen? All diese Fragen sind noch ungeklärt und für meinen Geschmack aber sehr wichtig, dass es irgendwann einmal in irgendeiner Schule so etwas wie Unterricht am PC gibt.

Selbstverständlich kann es sein, dass das in weiterführenden Schulen etwas besser ist, aber in Grundschulen ist es aus meiner Sicht extrem wichtig genau diese Punkte abzuklären BEVOR man den Kindern einen Laptop in Aussicht stellt.

Für mich ist das Thema mal wieder an der falschen Stelle angepackt. Man sollte zunächst einmal dafür sorgen, dass die Schulen selbst fähig sind mit den Rechnern umzugehen und diese zu verwalten, einzurichten und administrieren und erst dann sollte man die Kinder vor den Rechner setzen.

Mich macht das ganze gerade extrem sauer, weil hier wieder einmal jemand nicht weit genug gedacht hat und denkt mit einem Laptop / Tablet für jedes Kind wäre das Problem gelöst. Ich glaube, wenn im Schuljahr 2020/2021 alle Kinder einen Laptop bekommen sollten, fangen die Probleme erst richtig an.

Was zum F*** stimmt mit euch nicht?

Was zum F*** stimmt mit euch nicht?

Manchmal glaube ich echt die Menschheit ist verloren, gerade ist wieder so ein Moment. Ich meine wir befinden uns gerade in einer (nachgewiesenen) Notsituation und da draußen gibt es Menschen, die nichts besser zu tun haben, als dies für ihre Zwecke zu nutzen. Ich rede nicht von den Abzockern die euch über den Tisch zeihen wollen, sondern von den kranken Menschen die euch (und auch mich) mit ihrer Gesinnung wohl in den Wahnsinn treiben wollen.

Ich möchte hier diese kruden Theorien nicht weiter ausbreiten, dazu geht mir dieser Mist zu sehr auf den Sack. Aber eins ist sicher, diese Menschen mit ihrer kranken Ideologie schaden uns allen. Entweder durch ihr Handeln selbst, oder die Menschen die sie mit ihrem Bullshit anstecken. Für mich ist es eine Pandemie der Idioten in der Pandemie.

Anfangs habe ich diese Schwurbler noch müde belächelt, aber die Häufigkeit, in der sie aktuell in meiner Filterblase auftauchen, macht mir, langsam aber sicher Angst. Ich versteh es nicht und will es auch gar nicht verstehen wie man sich so einen Schwachsinn zurechtlegen kann, es klingt einfach nur wie in einem schlecht gescripteten Film, der während Ausgangsbeschränkung mal eben zwischen den gehorteten Klopapierrollen bei einem Hefezopf zusammengeschrieben wurde. Ich meinen was muss man rauchen, um auf so krude Ideen zu kommen?

Auch das immer mehr Personen die mehr oder minder von öffentlichem Interesse sind entweder auf den Zug aufspringen oder gar beginnen so einen Mist zu verbreiten kann in der aktuellen Häufigkeit doch nicht normal sein. Liegt es daran, dass sie nur noch die zweite Geige spielen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich diese Einstellung nicht teilen werde, ich bin und bleibe Realist, der eher skeptisch ist, wenn er etwas hört und das dann auch noch einmal hinterfragt. Leider trifft das nicht auf Jeden zu und manch labile Person ist halt anfälliger für diesen geistigen Durchfall, wird davon angesteckt und verteilt es ebenfalls. Das ist eben wie eine Infektion funktioniert, nur handelt es sich hier nicht um eine virale Infektion, sondern eine Infektion mit Ideologie die ich nicht teile.

Ich kann nicht zu jedem dieser Schwurbler gehen und sie wie in einem Computerspiel niederstrecken – ich verteidige mich auf meine Art und Weise – ich bestrafe sie mit Ignoranz. Wenn man diesen Menschen den Nährboden nimmt, hilft das vielleicht den Schaden etwas zu begrenzen – so stelle ich mir das zumindest in meiner kleinen Welt vor, wobei sich meine kleine Welt in den letzten 8 Wochen auch radikal verändert hat.

War es vor dieser Zeit noch möglich Dinge spontan zu erledigen, ist es aktuell so, dass ich versuche alles mehr oder minder zu planen. Sei es der Einkauf oder ein einfacher Gang auf den Spielplatz mit den Kids. Aber auch das klappt nicht da ich nicht alle Variablen unter Kontrolle habe, sei es das Wetter oder die Laune eines der Kinder die mancher Planung einen Strich durch die Planung machen. Bei mehreren Kindern scheint sich das ganze dann noch einmal exponentiell zu erhöhen, sodass ich eigentlich immer am Nachjustieren bin. Das ganze geht mir aufs Gemüt, Rückschläge, wenn es mal ein Scheißtag war, steckt man anfangs noch weg, aber nicht, wenn diese überhandnehmen. Ich merke wie ich immer mehr in eine Art Lähmung verfalle, die mich handlungsunfähig macht und ich komme nicht mehr dagegen an.

Welche Konsequenzen ich daraus ziehe? Ich merke wie ich mich immer mehr zurückziehe, mehr grüble, stiller werde und mich immer mehr zurückziehe und das ist nicht gut so, da das auch auf meine Familie abfärbt. Manchmal glaube ich, echt es wäre besser gewesen und zu Beginn einzusperren und den Schlüssel im Schloss abzubrechen bis der ganze Mist unter Kontrolle ist. Dazu kommt auch noch die Belastung die man „mal eben so“ noch nebenbei hat, sei es im Job oder in der eigenen Familie.  Es sind momentan einfach zu viele Dinge die mich müde machen und Kaffee hilft da nicht mehr. Körperliche Müdigkeit bekommt man mit Schlaf in den Griff, aber geistige Müdigkeit eben nicht und es ist eben diese Art von Müdigkeit die mich gerade überkommt – jeden Tag ein wenig mehr, ganz langsam und schleichend. Wie eine Krankheit die sich langsam ausbreitet. Es ist schwierig und ich frage mich was passiert, wenn die Müdigkeit überhandnimmt.

 

 

2 Schritte vor, 1 Schritt zurück

2 Schritte vor, 1 Schritt zurück

Es ist mal wieder an der Zeit alles in Frage zu stellen, Ja, solche Sachen mach ich ab und zu. Was habe ich gemacht, was hat funktioniert, was war Mist? Viel wichtiger ist für mich jedoch die Frage wo will ich ihn bzw., auf was habe ich Bock.

Es ist Ende des Jahres, Zeit abzurechnen. Ein Punkt, den ich jetzt immer mehr beobachte ist meine „Arbeit“ auf techkrams.de – Ich liebe „Projekt“, es ist mein Baby um, dass ich mich seit mehr als 10 Jahren kümmere und es hege und pflege, es hilft mir meinen Drang nach neuer Technik zu befriedigen und mich mit den Dingen auseinanderzusetzen. In den letzten 2 Jahren habe ich versucht die Seite einen großen Sprung voranzubringen und habe mich zum größten Teil darauf konzentriert. Ich habe versucht weitere Redakteure zu finden, um „noch“ mehr Informationen für meine Leser zu haben, leider mit mittelprächtigem Erfolg. Ich kümmere mich fast immer noch ca. 30-40% meiner Zeit um die Seite und das kann manchmal auch ganz schön nervig sein wie in den letzten Monaten, auch wenn es weiterhin Spaß macht. Ich wollte für meine Leser da sein, was ja auch okay ist. Meist habe ich mich dabei erwischt wie ich eigentlich nur noch der Getriebene war.

Ob ich über das und das noch schreiben könnte? Ja, klar schick Infos.

Oh, XYZ hat was zu ABC geschrieben, das muss ich aber auch noch unbedingt machen.

Es ist immer so und es ist immer irgendwas.

Ende 2018 hatte ich eigentlich vor mehr Videos zu machen und mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, das hat so mittelmäßig geklappt. Auch das Thema „Podcast“ ist im Laufe des Jahres irgendwann dazugekommen aber dann ebenfalls auf meinen Pile of Shame gewandert. So Rückblickend ist vieles auf der Strecke geblieben was ich machen wollte, weil ich immer für meine Leser da sein wollte. Manchmal auf Kosten von Dingen die ich lieber gemacht hätte. Das soll sich 2020 ändern, ich werde auf techkrams.de einen Gang runterschalten. Ich muss nicht die 1000 Person sein, die zu jedem neuen Gadget etwas schreibt, meine Blase hat das vorher eh normalerweise schon woanders gelesen. Ich hatte glaube ich einmal etwas von „Popcorn-“ und „Steak-“ Content geschrieben. Ab 2020 soll es weniger Popcorn geben, dafür sollen die Steaks größer und besser werden. Deswegen werde ich mich zwingen die Frequenz etwas runterzufahen und nicht mehr so viele Dinge gleichzeitig anzupacken. Die dadurch gewonnene Zeit möchte ich mich dann anderen Dingen widmen. Zum einen habe ich noch so eine paar Idee zu ein paar Projekten im Kopf die thematisch was komplett anderes ist. Zudem will ich ein altes Hobby von mir wieder auferstehen lassen und mich noch ein wenig mehr reinarbeiten – die Fotografie. Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder versucht mal wieder aufzumachen, doch da kam auch schon wieder eine News um die Ecke, bei der ich glaubte sie unbedingt verbloggen zu müssen. – Nein muss ich nicht.

Das ist etwas was ich in 2020 wieder aus dem Keller holen will. Bildkompostion, Techniken etc. – immerhin ist das etwas bei dem man immer etwas lernen kann und wenn ich das erlernte dann auch noch bei meinen Artikeln anwenden kann, das hebt das meiner Meinung auch die Qualität der Artikel. Das soll aber nicht bedeuten, dass mit techkrams.de Schluss ist. Nein, weniger ist manchmal mehr. Ich mach dann mal die letzten Sachen für 2019 fertig und freue mich auf 2020 mit neuen Ideen, neuem Elan und neuer Energie.

Was mein Gehirn in der „Idle-Time“ so macht

Was mein Gehirn in der „Idle-Time“ so macht

Ich bin nicht wirklich „gebildet“, ich habe keine Ahnung von Hirnaktivitäten und ähnlichem Zeugs, daher versuche ich mir einige Dinge zusammenzureimen. So auch folgendes:

Mein Hirn ist da, so muss es sein, sonst könnte ich das alles hier nicht schreiben. Es arbeitet zwar nicht immer, wie ich es möchte, aber es arbeitet. Abschalten geht nicht, es ist immer in Betrieb und steuert die verschiedenen Dinge wie Atmen etc. (wäre auch schlimm, wenn nicht.)

Für mich sind das eine Art „Subroutinen“ die automatisch laufen und kaum Kapazität beanspruchen. Dazu kommen dann Aufgaben wo es wirklich gefordert wird und an die Grenzen seiner Kapazität geht. Aber immer unter Volllast zu laufen ist kein Dauerzustand, daher muss es ja auch eine gewisse „Idle-Time“ geben in der Aufgaben, die gerade nicht Prio haben, bearbeitet werden müssen.

In dieser Idle-Time grübelt mein Hirn wohl weiter und mir fallen manchmal Dinge ein, mit denen ich mich eine Weile nicht beschäftigt habe, aber noch nicht fertiggestellt sind. So gerade wieder. Ich hatte letzte Woche ein Thema beim Kunden, das ich zunächst einmal zurückgestellt habe und gerade kam mir eine Lösung für das vermeintliche Problem – aus heiterem Himmel. Es geht mir oft so. Komisches Ding da in meiner Rübe und gleichzeitig ein Beweis, dass ich mich auch in Zeiten in denen ich „nichts tue“ Dinge erledigt werden. Ich konnte z.B. bis vor ein paar Jahren ein Buch lesen und gleichzeitig ein Hörbuch hören und habe beide Storys danach wiedergeben können, ohne Sachen zu vermischen.

Irgendwie grüble ich unterbewusst immer, abschalten geht nicht oder ich muss es erst (wieder lernen).

Warum ich das gerade schreibe……fragt mein Hirn 🙂

Der Blogger und das liebe Vieh

Der Blogger und das liebe Vieh

Aktuell steht uns wohl ein Umbruch in der Familie ins Haus. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns gemeinsam entschlossen ein Haustier anzuschaffen – einen Hund.

Glücklicherweise ist meine Frau ebenfalls kein „Katzenmensch“ und so gab es überhaupt keine Diskussion. Kleintiere waren von Anfang an auch kein Thema, da die Idee war, dass das Haustier ein Teil der Familie werden soll. Die Überlegung hat einige Zeit gebraucht um zu reifen und die Probleme die so eine Entscheidung mit sich bringt genau zu durchdenken.

Sicherlich wird es einige Menschen sagen, dass ein Hund in einer Wohnung nichts zu suchen hat und dass es ja Tierquälerei sei. Dem stimme ich nicht unbedingt zu.

Ja ein Hund in einer Wohnung KANN eine Qual für das Tier sein, wenn man mitten in einer Großstadt wohnt und jede Grünfläche tabu für das Tier ist. Bei uns ist das ein wenig anders. Wir wohnen relativ ländlich am Ortsrand. 2-3 Minuten Fußweg und ich stehe am Waldrand – „Natur“ wäre also genug vorhanden und auch genügend Auslaufflächen.

Das zweite Argument, das gegen einen Hund sprechen könnte, wäre ja, dass wir Jobs haben und der Hund lange Stunden alleine in der Wohnung wäre. Auch das wäre kein Problem, spätesten 13:00 ist jemand täglich zu Hause und die Wohnung wird spätesten um 9 Uhr verlassen. 3 Tage die Woche könnte der Hund auch direkt mit mir in mein eigenes Büro kommen und ich wäre für ihn da. Bleiben also noch 2 Tage, die man abfangen müsste, aber meine Eltern haben sich bereit erklärt an diesen 2 Tagen den Hund zu sitten (mein Dad hat da sogar richtig Lust drauf).

„Könnt ihr euch das überhaupt leisten?“

Halt die Fresse, ich hab zwar 3 Kids bin, aber deswegen noch lange kein Assi.

„Hast du Zeit dafür? Du heulst doch jetzt schon rum, dass du nie Zeit hast“

Man muss sich halt umstellen, sich die Zeit nehmen und auch nutzen. Ich sehe die Zeit als Zeit zum „runterkommen“ und auf andere Gedanken zu kommen. Man kommt mal raus in die Natur – nennen wir es „Therapie“

Flippt der Hund mit 3 Kindern nicht aus?

Das ist ganz ehrlich meine größte Sorge, wenn ich mir so das zukünftige „Miteinander“ vorstelle. Daher ist es für mich auch sehr wichtig im Vorfeld die richtige Rasse zu finden. Für mich gibt es ein paar No-Gos z.B. „Kampfhund“, groß wie ein kleines Kalb, hyperaktiv (Terrier). Das alles sind aber mehr oder weniger Attribute die aus meiner Sicht einer Rasse zugeschrieben werden, das individuelle Tier kann sich dann trotzdem ganz anders verhalten. Da muss man einfach mal schauen (bis auf die Punkte „Kampfhund“ und Größe).

Welche Rasse soll es werden?

Puh, schwierige Frage. Der Hund soll kein „Accessoire“ sein, weil es gerade hipp ist so einen Hund in einer Umhängetasche mit sich rumzuschleppen. Ebenfalls sind Züchtungen die überzüchtet sind ein No-Go für mich, da die Tiere meistens per se gesundheitliche Probleme haben. Kein Tier an dem rumgeschnippelt wurde (Tierquälerei). Da ich in meinem Leben bereits einige Erfahrungen mit Hunden gemacht habe, würde ich einen Mischling einem reinrassigen Hund vorziehen.

Warum holst du kein Tier aus dem Tierheim?

Das war eigentlich einer meiner Gedanken, 3 von 4 Hunde in meinem Leben kamen aus dem Tierheim und ich hatte jedes Mal das Glück einen Welpen zu bekommen. Aktuell klappere ich die Tierheime online/telefonisch oder persönlich ab um zu fragen wie der aktuelle „Bestand“ ist und immer bekomme ich die Antwort, dass die Hunde, die hier in der Gegend zur Verfügung stehen, die Hunde sind, die eigentlich nicht geeignet sind und genau aus diesem Grund immer noch im Tierheim sind. Ich habe zumindest meine Kontaktdaten hinterlassen mit der Bitte sich zu melden.

Das ist zumindest so der aktuelle Stand in Sachen „Wir wollen einen Hund“, aktuell durchsuchen wir die verschiedenen Online-Plattformen, um zunächst mal einen groben Überblick zu bekommen und ich mache mich ein wenig schlau auf, was man überhaupt achten muss, um nicht irgendein armes Tier aus einem Kofferraum eines polnischen Transporters zu bekommen. Auch finde ich es momentan noch etwas abwegig mich an einen „Züchter“ zu wenden, ohne genau zu wissen, welche Rasse es überhaupt werden soll.

Müsste ich mir über das alles keine Gedanken machen, würde ich liebend gerne eine Husky nehmen, denn diese Hunde finde ich irgendwie wunderschön, sie sollen von ihrer Art auch durchaus familientauglich sein, wenn man ihnen zunächst einmal klargemacht hat, wer der Herr im Haus ist. Auf der Gegenseite brauchen sie aber auch viel Bewegung im Vergleich zu anderen Rassen, wenn ihnen langweilig wird, besteht aber auch die Chance, dass sie einem die Bude auseinander nehmen.
Bei dieser „Einordnung“ der Rasse handelt es sich allerdings nur um eine Art „Richtwerte“ von der jeder Hund natürlich abweichen kann, deswegen finde ich es auch wichtig, nicht irgendeinen Hund auszusuchen und ihn abzuholen. Ich will den Hund kennenlernen und er soll auch meine Kids kennenlernen, schließlich soll man sich ja über mehrere Jahre miteinander verstehen. Liebe auf den ersten Blick gibt es ganz sicher auch nicht in einer Mensch-Hunde-Beziehung. Ev. Passt es j auf den ersten Blick und beim nächsten Besuch kann es ganz anders sein. Nur, weil ein Hund süß ist, muss er mich nicht durch dick & dünn begleiten.

Auf dem Titelbild seht ihr übrigens meinen ersten Hund aus dem Jahre 1978…..ja, so alt bin ich schon