Auf anderen Seiten: The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom angespielt

Sechs Jahre ist es nun schon her, dass The Legend of Zelda: Breath of the Wild auf den Markt kam, ihr erinnert euch noch an meine ersten 20min im Game?

Kam nun endlich der langersehnte Nachfolger The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom auf den Markt und wie sollte es anders sein, ich war wie fast alle richtg gehypt. Aber kann Tears of the Kingdom an Breath of the Wild anknüpfen, was viele für eines der besten Spiele aller Zeiten halten? Schauen wir mal.

Ein wenig zur Hintergrundstory vorab: Die Pest namens Ganondorf ist abermals in Hyrule ausgebrochen. Also los machen wir uns erneut als Link an die Arbeit!

Zelda weg? Kann die nicht auf sich aufpassen?

Zusammen mit Zelda erforschen wir den Untergrund auf der Suche nach Spuren der alten Sonau-Zivilisation, welche früher in Hyrule gelebt haben soll. Neben Wandgemälden, die die Geschichte von Hyrule erzählen, stoßen wir auf einen mysteriösen, großen Raum, in dem eine männliche, rothaarige Mumie zu finden ist. Als wir uns der Mumie nähern, bewegt sie sich und das Unheil nimmt seinen Lauf. Zelda verschwindet vor unseren Augen, das Masterschwert zerbröselt bei Berührung mit dem Miasma, welches Ganondorf uns entgegenwirft und Link wird schwer verwundet. (ein Wortspiel mit “Arm dran” müsst ihr euch selbst ausdenken)

Einzig ein mysteriös leuchtender Arm rettet uns vor dem vollkommenen Elend und zieht Link in letzter Sekunde in Sicherheit. Völlig erschöpft und all unserer Herzen und Ausrüstung beraubt, wacht Link in einer Höhle auf. Eine Stimme ruft uns zu sich. Im Verlauf des Dialogs stellt sich heraus, dass die Stimme zu dem leuchtenden Arm gehört. Es handelt sich um Rauru, den erste König von Hyrule und einer der letzten Sonau.

Unter Anleitung von Rauru, erkunden wir die erste Himmelsinsel und ähnlich wie bei Breath of the Wild, müssen wir hier zuerst die Rätsel der vier Schreine lösen, um so unsere neuen Fähigkeiten zu erlangen. Denn, Raurus Arm dient Link jetzt als Prothese für seinen verlorenen Arm. Diese neuen Kräfte müssen natürlich zuerst erlernt werden, bevor wir uns ins Abenteuer stürzen.

Better Link through technology

Die neuen Fähigkeiten können übrigens nützlich sein: da wären die Ultra-Hand: Mit dieser kann Link Objekte greifen, hochheben, drehen und bei Bedarf an anderen Objekten befestigen. Die Ultra-Hand erlaubt es uns Dinge zu bauen oder aber auch Hindernisse aus dem Weg zu schaffen. Ebenso nützlich ist die Synthese, welche es uns erlaubt Objekte an unsere Waffen und Schilde zu craften, um so neue Varianten unserer Ausrüstung herzustellen. Man kann so aus einem Holzstock und einem Stein z.B. ein Hammer hergestellt. Als drittes kommt der Deckensprung hinzu. Der macht es möglich durch Decken in Höhlen oder z.B. Plattformen hindurch zu tauchen umso schneller voranzukommen oder Orte zu erreichen, die Link ansonsten nicht zugänglich wären. Als Letztes kommt die Zeitumkehr zu den vier Fähigkeiten hinzu. Die, wie der Name schon sagt, ermöglicht es, die Zeit zurückzudrehen, um so die Platzierung oder Bewegung eines Objekts rückgängig zu machen. Späteren erhalten wir dann noch das Fotomodul, dass man bereits aus BotW kennt und die Fähigkeit Fahrzeuge oder andere Bauten schneller herzustellen mithilfe von Bauplänen.

So ausgerüstet und trainiert, können wir in offene Welt starten. Fortan ist es Links Aufgabe, mehr über Zeldas Verschwinden und ihren Aufenthalt herauszufinden, mehr über die verlorene Zivilisation der Sonau zu lernen und eine finstere Macht aufzuhalten, welche die Völker von Hyrule bedroht. Auch die vielen kleinen Geschichten, die wir in Hyrule erleben, sind immer wieder spannend und abwechslungsreich. Auch hier finde ich es leider schade, dass lediglich in Zwischensequenzen und einigen ausgewählten Momenten eine Sprachausgabe vorhanden ist, bei welcher die deutsche Synchro super gelungen ist.

Abenteuer in einem Land der fast unbegrenzten Möglichkeiten

Während unserer Reise durch das Land folgen wir einer mysteriösen Erzählung, in der man die Bewegungen der Charaktere verfolgt, mit dem Ziel, die letzte Konfrontation zu finden. Hyrule ist weitgehend so, wie man es verlassen hat. Es handelt sich (welch Wunder) eigentlich um die gleiche Welt, die man vor mehreren Jahren bereits erkundet hat, nur mit neuen Dungeons, einer ausgedehnten unterirdischen Schlucht und vielen Felsformationen am Himmel.

Die Dungeons sind eigentlich immer nach dem gleichen Schema aufgebaut, wenn man durch ihre Türen geht, wird man mit dem Ziel „Finde eine Anzahl X von DINGEN“ konfrontiert, das man in den meisten Fällen in weniger als einer Stunde erledigen kann. Die neu erlernten Fähigkeiten sind hier sehr hilfreich und auch vonnöten.

Am Ende jedes Dungeons warten dann unterschiedliche Bosse auf, euch die es zu bezwingen gilt. So kämpft ihr euch durch die Welt von Hyrule, um dem Rätsel über das Verschwinden von Prinzessin Zelda immer näherzukommen.

Die Spielwelt ist riesig und mit allerhand Geheimnissen gefüllt. Über 70 Nebenmissionen und 152 Schreine können schon früh im Spiel entdeckt und abgeschlossen werden. Versteckte sich der Endboss in früheren Titel der Reihe hinter hochgezogenen Brücken oder magischen Barrieren, lässt er sich dieses Mal direkt herausfordern.

Bis auf wenige Momente ist Zelda: Tears of the Kingdom nicht allzu actionlastig, was dem Spielspaß sehr zugutekommt, man fühlt sich nicht gehetzt und kann so auch einmal einfach nur die Welt bewundern. Hilfreich ist es dabei, dass man in seine Umgebung verändern darf und sogar muss, um ein paar Rätsel zu lösen. Über tiefe Abgründe kannst man eine Brücke bauen. Einen Fluss mit einem Fass befahren ist ebenfalls eine Art der Fortbewegung und erwünscht. Zelda: Tears of the Kingdom bietet kreative Möglichkeiten, ein Problem zu lösen. Und manchmal lohnt es sich dabei auch, die eigenen Gedanken einmal in neue Bahnen zu lenken.

Mein Fazit: Liebs! (und mein Sohn noch mehr)

The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom erscheint zunächst wie DLC, aber schon nach kurzer Zeit wird klar, dass sich lediglich die “alte Welt” mit komplett neuen Möglichkeiten vor einem auftut. Es wurde auf das bekannte Konzept zurückgegriffen, in dem es wieder Haupttempel mit zugehörigen Mechaniken und Bossen gibt als auch die durch Breath of the Wild neu geprägte Formel der offenen und frei erforschbaren Welt. Die neuen Fähigkeiten haben hier einen großen Anteil daran, dass es sich wie ein komplett neues Spiel anfühlt.

Mit Tears of the Kingdom hat Nintendo meine Erwartungen erfüllt. Das Spiel erfindet die Geschichte von Link und Zelda nicht neu, bietet aber viel Platz für Überraschungen und innovative Spielelemente. Wer die Zelda-Reihe liebt und Spaß an Open-World-Games hat, sollte hier unbedingt zuschlagen.

Mein Sohn (9) muss hier nicht mehr zuschlagen, schließlich bedient er sich in jeder Minute, in der ich die Switch nicht in der Hand habe daran. Was auch dazu geführt hat, dass er mittlerweile ca. 80h mit dem Spiel verbracht hat (wie auch immer) und ich gerade einmal an den 20 Stunden kratze. Positiv ist, ich muss die Switch nicht suchen, ich muss nur schauen, wo er ist. Negativ: ich muss schauen, wo er und meine Switch sind. Auch toll finde ich immer, wenn er mir beim Zocken zusieht und dann lauthals rausbrüllt: “Papa bist du doof, das musst du doch so und so machen” … Kinder, sie geben so viel zurück, auch wenn ich manchmal um meine Switch “betteln” muss 😉

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