Der lange Weg

Angefixt von der Apple-TV Serie „The long way up“ träume ich aktuell mal wieder davon mit meinem Motorrad durch die verschiedene Landschaften zu fahren. Einen entsprechenden Führerschien habe ich bereits seitdem ich 18 bin und vor mittlerweile 12 Jahren habe ich mir auch ein Motorrad gekauft, dass ich heute noch besitze. Allerdings steht es seit nun ca. 5 Jahren nur noch rum. Es bräuchte sicherlich ein paar Euro um die Maschine wieder flott zu machen und damit durch die Gegend zu fahren. Mal schauen. 

The long Way up trifft da bei mir einen Punkt, einen Traum den ich schon damals hatte eine riesen Tour die über einen Tagestrip hinausgeht durch Landschaften die ich noch nie gesehen habe. Abenteuer zu erleben, von denen ich nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Sicherlich würde meine Reise nicht von der Südspitze Südamerikas bis nach LA gehen, das wäre zwar ein Traum aber finanziell jenseits von allem was ich mir vorstellen kann. Ich würde eher in kleineren Dimensionen denken, wie wär es mit einem Trip an die Südspitze Italiens oder bis in den hohen Norden von Schweden? Alles auf dem Motorrad, Landschaft genießen und Abenteuer erleben an die man morgens nach dem Aufstehen noch nicht einmal gedacht hatte. Wie geil wäre das bitte. 

Spannend finde ich dabei auch die Botschaft die The Long Way up hier vermitteln möchte, denn die Motorräder auf denen gefahren wird sind elektrisch. Ein kleiner Twist der wie ich finde dem ganzen noch mehr Würze gibt – Dinge machen nicht jeder macht! Das ist genau der Kram auf den ich stehe. Sicherlich würde ich niemals eine extra für meinen Trip gecustomizte Harley bekommen, aber ein Serien-Motorrad würde es für meine vergleichbar kurzen Trips sicherlich auch tun, ich will schließlich nicht durch den Dschungel fahren oder auf einen der höchsten Berge der Welt. Mein Trip wäre mehr oder minder durch die Zivilisation in der auch das Laden theoretisch kein Problem darstellen sollte. Die Lade-Infrastruktur in dem Bereich der Welt in dem ich mich bewegen würde, wäre ausreichend ausgebaut und dokumentiert, ebenfalls sollte es auf der gesamten Strecke auch Strom geben, was bei „The Long Way up“ vor allem im ersten Drittel stellenweise ein Problem war.

Für mich sind solche Ideen immer wieder gutes Material für die sogenannte „Bucket List“ – eine Liste die man erledigen will bevor man stirbt. Einige dieser Dinge sind meist Kleinigkeiten für die man lediglich den Arsch hochbekommen muss, aber andere Dinge sind Träume denen man ein Leben lang hinterherjagt. Machmal kramt man diese Ideen wieder hervor und modifiziert sie oder passt sie an die Begebenheiten an. Ein Beispiel hierfür ist mein Wunsch irgendwann mal einen Marathon zu laufen, zuerst sollte er mit 4:30 absolviert werden , zwischenzeitlich liege ich bei „irgendwann ankommen“, auch der Ort hat sich über die Jahre gewandelt war es zu Beginn noch der New York Marathon, ist es aktuell irgendein Marathon. Immer mal wieder denke ich daran, schau an meiner Wampe runter und überlege wie ich das Ziel noch einfacher machen kann. Aber das Ziel selbst will ich einfach nicht loslassen, da es für mich ein Zeichen wäre zu schnell aufzugeben. Diesen „Traum“ schleppe ich jetzt schon sicherlich 15 Jahre mit mir rum und hatte verschiedene Anläufe die aus verschiedenen Gründen immer wieder gescheitert sind, aber eines Tages werde ich es durchziehen. 

Genauso ist es mit diesem Motorradtrip der irgendwann einmal als Idee Angefangen mit dem Motorrad die Route 66 in voller Länge abzufahren, das ist sicherlich aber auch schon 30kg her wie ich immer sage. Die Grundidee ist immer noch da und wird immer wieder rausgekramt und an die aktuellen Begebenheiten angepasst, geht aber nicht verloren – Träume/Wünsche sind immer da und sollten auch nicht aufgegeben werden.

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