Von Dinos und Punks

Das letzte Jahr hat mal wieder gezeigt, dass der Spruch „Wir machen das schon immer so“ das Ende bedeuten kann. Wir mussten in kürzester Zeit Dinge die „schon immer so“ waren komplett neu überdenke, da es einfach nicht mehr funktioniert hat. 

Gewohnheiten konnte nicht mehr nachgegangen werden, Versorgungswege wurden gekappt, das öffentliche Leben wurde mehr oder minder komplett auf den Kopf gestellt. Die die Dinge schon immer so machen wollten waren plötzlich abgeschnitten und hatten keinen Weg mehr ihr Dinge so wie immer zu machen. Das zog und zieht sich auch heute noch durch alle Bereiche unseres täglichen Lebens. Die Dinos wie ich sie jetzt einmal nennen möchte standen vor einer Existenzbedrohenden Situation der sie hilflos ausgeliefert waren und mit ihren alten Mustern vor einem Problem standen – ebenso wie die Dinos die vor millionen von Jahren einen Asteroiden auf die Erde zurasen sahen. 

Im Gegensatz zu den Ur-Dinos stehen den heutigen Dinos Technologien zur Verfügung die die Katastrophe abwenden könnten, allerdings scheint das Hirn der Neo-Dinos sich nicht weiterentwickelt zu haben. Sie sind in ihren alten Mustern gefangen und nicht bereits sich auf etwas Neues einzulassen.

Mutiger sind da die neune Wilden, die Rebellen die Punks die gerne anecken und aktuelle Situationen auch einmal hinterfragen um das ganze Bild zu erkennen. Sei es eine Schwachstelle die „Hacks“ zulässt oder einfach ein anderer Ansatz bei dem das gleiche Ergebnis auf einem anderen Weg erreicht wird. Es sind die Freaks die immer und überall anecken und die Dinos nerven, aber sie haben halt recht und auch noch die Energie und Kreativität eben diese Wege zu finden. Doch die Dinos setzen sich lieber in ihren Elfenbeinturm und schauen zu wie schön das Licht des ankommenden Meteoriten ist während sie sich auf ihren Errungenschaften der Vergangeheit ausruhen – bis nichts mehr davon da ist.

Das Problem ist allerdings dabei nicht die aktuelle Situation, diese hat den schleichenden Prozess nur um ein vielfaches beschleunigt, der stetige Wandel ist schon immer da und beginnt schleichend, bis es einen Moment in der Zeit gibt in der er explodiert. Es ist also nicht ein akutes Problem sondern ein Problem das schon viel früher begonnen hat und meist als neumodischer Schnick-Schnack abgetan wurde. man hat den Zeitpunkt den Wandel zu vollziehen einfach verschlafen. Wir reden hier nicht davon, das man seine Tätigkeit komplett aufgeben muss und etwas neues beginnen muss, wir müssen anfangen Neues miit Traditionen zu verbinden, hybride Modelle müssen her um das Wissen das man sich über Jahrzehnte angeeignet hat auf eine neue Ebene zu heben. Wir müssen und neu erfinden und nicht einfach in den Elfenbeintürmen der Vergangenheit sitzen und zusehen wie der ehemalige Glanz langsam verblasst bis er gar nictht mehr vorhanden ist und der Dino ausstirbt. 

Die Dinos müssen aufwachen und sich von den jungen Wilden in eine neue Ära führen lassen, sie müssen sich darauf einlassen und auf den Punks hören – die Punks haben das bereits getan, sie haben sich die alles angeschaut was die Dinos bisher geleistet haben und es analysiert, sie haben versucht die Gedanken der Dinos zu verstehen, sie haben fragen gestellt und sie mit ihren eigenen Ideen und Konzepten kombiniert – sie haben Lösungen.

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